Diese bäuerliche Eintropfsuppe ist eine unkomplizierte Suppe für den Familienalltag. Sie lässt sich einfach zubereiten und passt besonders gut an Tagen, an denen es schnell gehen soll. Früher war diese Suppe in vielen Küchen selbstverständlich. Heute begegnet man ihr seltener. Dabei ist sie eine dieser stillen, verlässlichen Suppen, die mit sehr wenigen Zutaten auskommen. Eine klare Brühe, in die eine einfache Mehl-Ei-Mischung eingetropft wird – und beim Kochen entstehen daraus zarte Flöckchen.

Eintropfsuppe
Ingredients
Equipment
Method
- Die Brühe in einem mittleren Suppentopf zum Kochen bringen.
- In einer kleinen Schüssel das Mehl mit kaltem Wasser anrühren. Wasser nach und nach zugeben und dabei kräftig mit einem Schneebesen rühren. Die Masse soll dickflüssig (fast cremig) und ohne Klümpchen sein, aber noch gut rinnen können. Bei Bedarf einen Esslöffel Wasser ergänzen.
- Das Ei in die Mehl-Mischung einschlagen und kräftig drunter rühren.
- Die Hitze der Brühe etwas reduzieren, sodass sie nur mehr leicht siedet.
- Die Mehl-Ei-Mischung langsam und in dünnem Strahl in die Brühe eintropfen lassen. Dabei mit dem Schneebesen sanft einrühren. So entstehen kleine „Schletter“ oder Fäden.
- Kurz ziehen lassen, bis die Einlage gestockt ist.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit fein geschnittenem Schnittlauch servieren.
Notes
Warum heißt die Bäuerliche Eintropfsuppe auch Schlettersuppe?
Die Bäuerliche Eintropfsuppe gehört zu den einfachen Suppenklassikern der österreichischen Küche. Sie stammt aus einer Zeit, in der mit wenigen Zutaten gekocht wurde und aus dem Vorrat etwas Wärmendes und Sättigendes auf den Tisch kommen sollte. Brühe, Ei und etwas Mehl waren oft vorhanden – mehr brauchte es für diese unkomplizierte Suppe nicht.
Bei uns zuhause heißt sie allerdings nicht Eintropfsuppe, sondern Schlettersuppe. Diesen Namen habe ich von meiner Oma übernommen. Das Mundartwort „schlettern“ bedeutet je nach Region so viel wie tropfen, langsam rinnen oder in dünnen Fäden fließen. Und genau das passiert bei diesem Rezept: Die Mehl-Ei-Mischung wird langsam in die heiße Brühe eingetropft und bildet dabei die typischen feinen Schletter. Für mich wird aus der Bäuerlichen Eintropfsuppe deshalb bis heute ganz selbstverständlich eine Schlettersuppe – so wie sie schon bei meiner Oma auf den Tisch gekommen ist.

Der Klassiker der Schnellen Suppenküche
Die Eintropfsuppe kommt mit wenigen Zutaten aus, die man oft schon als Vorrat zuhause hat: Brühe, Ei, Mehl. Durch ihre schnelle Zubereitungsart und die Verwendung weniger Rohstoffe, ist die Bäuerliche Eintropfsuppe der Klassiker unter den schnellen Suppen.
Selbst meine Oma hat die Schlettersuppe bzw. Eintropfsuppe immer dann gemacht, wenn sie nicht wusste, was sie kochen sollte. Dann kam zumindest eine warme, sättigende Mahlzeit auf den Tisch.

Varianten und Anpassungen
- Statt Schnittlauch passen auch Petersilie oder ein Hauch Muskat.
- Wer es kräftiger mag, kann einen Teil der Brühe durch Rindsuppe ersetzen.
- Die Mehlmenge bestimmt die Dichte der Einlage – etwas mehr Mehl ergibt kompaktere „Schletter“.
Suppsalabim-Tricks für die Eintropfsuppe
Die Suppe ist fertig, du servierst sie in freudiger Erwartung und dann: kritische Blicke in Richtung Teller. Auf den nächsten Zeilen findest du Ideen, um den Kindern das Suppe essen spielerisch schmackhaft zu machen.
Schnittlauch-Schnee
Den Schnittlauch erst direkt am Tisch darüberstreuen. Manchmal hilft es schon, wenn jedes Familienmitglied „seinen“ grünen Schnee selbst rieseln lassen darf. Ein kleiner Handgriff – und die Suppe fühlt sich gleich ein bisschen eigener an.
Backerbsen sind unsere “Löffelhelden”
Ein kleines Schüsserl Backerbsen extra auf den Tisch stellen. Manchmal reicht es schon, wenn alle eine Handvoll in die Suppe rieseln lassen dürfen.
Das leise Ploppen beim Einrühren, das leichte Knuspern – das macht aus einer schlichten Suppe schnell eine kleine Mitmach-Mahlzeit. Bei uns funktioniert das erstaunlich oft und ich nenne Backerbsen daher liebevoll unsere kleinen “Löffelhelden”.
Gemüse ganz fein dazugeben
Wenn du magst, kannst du eine kleine Handvoll Gemüsebrunoise (sehr fein gewürfeltes Karotten-, Sellerie- oder Lauchgemüse) kurz in der Brühe mitziehen lassen. Die Würfel sind so klein, dass sie in der Suppe mitschwimmen. So kommt noch ein bisschen Farbe und Gemüse in die Schlettersuppe, ganz selbstverständlich und ohne extra Aufwand.